BRIDGE TRANSFORMER

RE-ANIMATION OF AN ABANDONED TRAIN BRIDGE

studio project co-worked with Alexander Zach, vienna 2006

Studio Project

Summer Term 2006

Supervising Professor:  Wolfgang Tschapeller

 

re-Animation of an abandoned railway bridge

 

The assignment was to put new uses into an existing but unused bridge through using the ”re-animation” as design tool. My main idea was to create a Transformer or a machine which can change it’s  appearance. First i divided the bridge into its three main parts, which can be easily disconnected / removed or adapted to its changed use.

 

After defining the parameters i divided the bridge into its main programs and implemented the needed mechanisms (for moving, rotating, balance…).

 

The idea was to still have the appearance of  the ”old-bridge” with its implants while night and during day it transformes itself thorugh the impact of a visiting users into a advantageous pool with different programs. For example: restaurant, from the river separated swimming areas, diving platforms with watch-out towers, fishing spots over the river etc.

 

 

Rendering - view from river / transformed appearance of the bridge
Rendering – view from river / transformed appearance of the bridge
diagram of the givien situation
diagram of the givien situation
concept-cutting-the-bridge
conceptual diagram – cutting / re-programming / implants
exploded perspektive of divided bridge and the implants
implants which allow movement and new programs
diagram of movements / choreography
diagram of movements / choreography
groundplan - transformed appearance
groundplan – transformed appearance
shemata-old-bridge-with-implants
siteview – inplants and divided programs as volumes
watch-out tower and diving plattforms
watch-out tower and diving plattforms
section / elevation sun deck + public kitchen
section / elevation sun deck + public kitchen

 

view from restaurant deck
view from restaurant deck
view from river
view from river
view from riverside - transformed appearance
view from riverside – transformed appearance

Das Projekt versucht mit möglichst einfachen Mitteln und unter der Prämisse der Nachhaltigkeit, bestehende Potentiale der Site und der Brückenstruktur neu zu ordnen, bzw. fehlende Verbindungen zu schließen. Als zentrale Aspekte des Researchs erwies sich zum Beispiel, dass keine echte funktionierende Infrastruktur zwischen den beiden Uferseiten außer der Eisenbahntrasse existiert und die Brücke somit ihre Aufgabe als verbindendes, überspannendes Element für andere User momentan nicht erfüllt. Dieses Defizit könnte nach der Auflassung der Strecke durch die ÖBB sehr einfach korrigiert werden, vor allem da der Drau- radweg am Ostufer nach der Brücke im Aubereich durch jährliche Hochwasser in seiner Befahrbarkeit eingeschränkt sein könnte. Ferner könnte durch das Einfügen eines kurzen Verbindungswegs zwischen westlichem Brückenkopf und der höher-gelegenen bestehenden Landstrasse- momentan eine „Sackgasse“- eine Streckenalternative entstehen.

 

Wichtig erscheint auch, die Brücke nicht nur als statisches sehr hochwertiges Element zur Überwindung der Drau über große Spannweiten zu sehen, sondern in der Funktion eines Definierungssystems der Wahrnehmungsgeschwindigkeiten vorhandener Nutzer, die Struktur wird entsprechend ihrer Fähigkeiten zerlegt und zu drei „neuen“ Brücken transformiert. So wird beispielsweise der Wartungssteg aus dem Tragwerk herausgezogen und verbindet nach einer Drehung um den zweiten Pfeiler das Ostufer über den Weg der „Insel“ mit dem Altwasser jenseits des Westufers. Der enge Steg definiert sofort durch seine geringe Breite und Kontakt zur Wasseroberfläche die Benutzer und ihre Wahrnehmung- nur Wanderer und Angler können ihn vorsichtig betreten-, er steht ganz im Kontrast zum sehr hoch gelegen, breiten ehemaligen Bahntrassenplateau, auf der Radfahrer ohne Einschränkung des Blickfeldes die Drau queren können.

 

Die dritte Brücke ist das eigentliche, raumaufspannende Tragwerk, das zur Generierung verschiedener Programmen weiterverwendet wird, so bilden zum Beispiel zwei gleichlange Segmente, die –nachdem sie aus dem Verband gelöst, gekippt und im Bett der langsam fließenden Gurk versenkt wurden- ein großflächiges Sonnendeck, das vom Fußgängerweg aus erschlossen wird. Des Weiteren bildet ein ähnlich langes Element, -von den Durchlaufträgern an einer Seite abgeschnitten, an der anderen Seite um die Vertikalachse in den Fluss hinaus gedreht und gekippt- eine Anlegestelle für die Flussschifffahrt. Im Mittelteil des um alle überflüssigen Stäbe reduzierten Resttragwerks befindet sich ein Restaurantbereich, der sich durch Ausklappen etlicher Diagonalstreben aus der Enge des Raumes Richtung Karawanken hin befreit, einen gerichteten Blick und schwebenden Eindruck innerhalb des technoiden Kontextes der Brücke vermitteln soll. Die notwendige vertikale Verknüpfung und Filterung der Benutzer übernimmt ein völlig neues Element: eine aus wieder verwendeten Schienen und Schwellen erstellte gegenläufige Stiege ermöglicht e.g. dem Radfahrer- nachdem er durch Absteigen und Parkieren des Rades auf dem obersten Niveau zum Fußgänger mutierte- das Restaurant zu besuchen, über die Insel zu spazieren, in der Gurk zu baden oder in den gegenüberliegenden Auen zu angeln.